Synthos und Ekovoltis erzielen technologischen Durchbruch auf dem Energiemarkt
Die polnische Energiewirtschaft öffnet sich für neue Anbieter von Systemdienstleistungen. Synthos – in Zusammenarbeit mit Ekovoltis – hat den Qualifizierungsprozess einer Gasturbine im CCGT‑System in Oświęcim zur Erbringung von regulatorischen Systemdienstleistungen abgeschlossen. Dies ist ein Signal dafür, dass sich im Energiesektor ein Raum öffnet, in dem privates Kapital aktiv die Stabilität und Sicherheit des Stromsystems unterstützt.
Die Stabilität des Stromsystems gehört zu den zentralen Herausforderungen der modernen Wirtschaft. Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energiequellen wird die Versorgungssicherheit nicht mehr nur als technische Frage betrachtet. Sie wird zu einem strategischen Thema für viele Branchen – von der Produktion über den Transport bis hin zum täglichen Leben der Verbraucher. Dies schafft ein enormes Innovationspotenzial, das zunehmend durch private Unternehmen erschlossen wird. Gleichzeitig wächst der Markt für Systemdienstleistungen in Polen dynamisch und wird bereits auf rund 2 Milliarden PLN pro Jahr geschätzt – damit gehört er zu den am schnellsten wachsenden Segmenten des Energiemarktes.
Im September 2025 haben Synthos und Ekovoltis – Unternehmen der Kapitalgruppe MS Galleon von Michał Sołowow – erfolgreich den Qualifizierungsprozess der Anlage EC 1, ausgestattet mit einer im CCGT‑System betriebenen Gasturbine, für die Erbringung von Systemdienstleistungen gemäß den neuen Bilanzierungsbedingungen abgeschlossen.
„Die Zusammenarbeit zwischen Synthos und Ekovoltis zeigt, dass die Verbindung industrieller Erfahrung mit modernen Kompetenzen im Energiehandel und einem flexiblen Kundenansatz eine schnelle und effiziente Umsetzung innovativer Projekte ermöglicht, die die Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit des nationalen Energiesystems erheblich stärken“, sagt Bogusław Brandys, Leiter der Business Unit Utilities bei Synthos.
Synthos, das über langjährige Erfahrung in der Erbringung von Systemdienstleistungen auf dem tschechischen Markt verfügt und verschiedenste Energieanlagen im In‑ und Ausland betreibt, brachte sein Wissen und seine Infrastruktur ein. Ekovoltis wiederum steuerte seine Erfahrung im Energiehandel sowie organisatorisches und technisches Know-how bei, wodurch der gesamte Prozess in nur neun Monaten abgeschlossen werden konnte.
Eine neue Ära der Energiewirtschaft
Der Einstieg von Synthos und Ekovoltis in ein neues Segment des polnischen Energiemarktes ist nicht nur ein Meilenstein für beide Unternehmen, sondern auch ein Beleg dafür, dass private Akteure bereit sind, an der Gestaltung der Energiesicherheit des Landes mitzuwirken.
Laut Bartłomiej Kalisiewicz, Vorstandsmitglied von Ekovoltis, ist dies der Beginn einer neuen Epoche, in der die Energiesicherheit des Landes auch von privaten Marktteilnehmern unterstützt wird. Bis zur Einführung der neuen Bilanzierungsbedingungen im Juni 2024 wurde der Markt für Systemdienstleistungen von großen, zentral gesteuerten Erzeugungseinheiten dominiert.
„Die Tatsache, dass Synthos und Ekovoltis den vollen Qualifizierungsprozess durchlaufen und erfolgreich abgeschlossen haben, bedeutet eine reale Öffnung des Marktes für neue Teilnehmer. Darüber hinaus ermöglichen die im Prozess gesammelten Erfahrungen sowie die Partnerschaft zwischen Ekovoltis und enspired – dem europäischen Marktführer im algorithmischen Handel – uns, die fortschrittlichste Dienstleistung zur Optimierung großskaliger Energiespeicher anzubieten. Dies ist auch ein Signal an die gesamte Branche, dass die Zukunft der polnischen Energiewirtschaft nicht allein auf zentralisierte Ressourcen angewiesen sein muss und die Systemstabilität nicht mehr ausschließlich eine Aufgabe großer Einheiten ist, sondern zu einer gemeinschaftlichen Anstrengung vieler Marktteilnehmer wird. Dadurch entsteht ein modernes Modell, in dem Energiesicherheit auf Flexibilität, technologischer Vielfalt und breiter Zusammenarbeit basiert“, fasst Bartłomiej Kalisiewicz zusammen.
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